Das thailändische Mädchen

Das thailändische Mädchen

Wie Heilung im Ahnensystem erfolgen kann

Exakt um 3.33 Uhr war für mich die heutige Nachtruhe beendet und im Wissen, dass ich nicht wieder einschlafen würde, machte ich es mir gerade mit meinem Morgenkaffee gemütlich, als mein Telefon den Eingang einer Nachricht eines lieben und engen Freundes verkündete. Dieser, ebenfalls ein enger Freund von Gerhard (Seebach) weilt gerade mit seiner Frau in einem Haus in Thailand und beschäftigt sich ebenfalls seit langer Zeit mit der Medialität.
In einer Sprachnachricht schilderte er sein kurz zuvor stattgefundenes Erlebnis und fragte Gerhard und mich nach unserer Wahrnehmung im Hinblick auf diese, zunächst nicht zuordenbare, Begebenheit.


Es trug sich nämlich zu, dass unser Freund in seinem Bett in Thailand gerade im Aufwachen begriffen war und mit geschlossenen Augen vor sich hindöste, als er ein mehrmaliges Zerren an seiner Decke am Fußende verspürte. Im Bewusstsein, dass es sich um jemanden aus der geistigen Welt handeln müsse, fragte er mit noch geschlossenen Augen nach, wer dieses Zerren denn verursache und was dieser jemand von ihm wolle. Er erhielt daraufhin zwei kurze Sätze, die ich jedoch in seiner „Privat-Sphäre“ belassen möchte.
Schlussendlich öffnete er seine Augen, um zu erkennen und um sich zu versichern, dass sich niemand anderer, zumindest in physischer Weise, in seinem Zimmer befand und kontaktierte daraufhin Gerhard und mich.

Nachdem ich seine Geschichte gehörte hatte, zündete ich eine Kerze an und folgte dem Impuls, mich mit dem Haus in Thailand, mit der Energie des Hauses, zu verbinden. Einen Versuch wollte ich wagen und falls sich diesbezüglich keine Wahrnehmung einstellen würde, wäre es auch vollkommen in Ordnung, dachte ich bei mir.
Alsbald zeigte sich mir jedoch ein thailändisches Mädchen und ich fragte mich kurz selbst, ob es sich dabei eventuell um das Hauswesen handeln könnte. Dies fühlte sich für mich allerdings nicht stimmig an und so versuchte ich, mehr von diesem Mädchen zu erfahren.


Nach und nach zeigte sie ihr Gesicht, besser gesagt ihre Augen, die auffällig schielten. Meinem Empfinden nach schien sie zu Lebzeiten zumindest geistig etwas beeinträchtigt gewesen zu sein. Weiters hatte ich das Gefühl, dass dieses Mädchen dort lebte, als es das aktuelle Haus noch nicht auf diesem Grundstück gab.
Sie zeigte sich mir in einer Wiese herumspringend und von einer Sekunde auf die andere, im Gras liegend. Gleichzeitig konnte ich einen Schmerz am Hinterkopf fühlen. Es schien so, als ob sie mir so ihre Todesumstände zeigen wollte, der meinem Empfinden nach, eine Verkettung unglücklicher Umstände zugrunde lagen.
Als Antwort auf meine Frage, warum sie hier sei und was wir für sie tun können, kam sinngemäß Folgendes:
„Ein Aspekt von mir wird hier von einer Trauer, von einem Schuldgefühl, von einem Nicht-loslassen-wollen festgehalten. Es fehlt noch etwas, damit ich mich endgültig und vollständig „verabschieden“ kann.
Ich fragte sie, was wir für sie tun bzw. wie wir sie unterstützen können.
Daraufhin zeigte sie mir ein Bild, auf dem sich ein Räucherstäbchen, eine Kerze und ein Zweig mit rosaroten Blüten zeigten. Für mich war das der Hinweis darauf, was der Freund für sie vor Ort tun könne.

Nachdem sie mir dieses Bild zeigte und ich wohl die richtigen Schlüsse daraus zog, entschwand sie meiner Wahrnehmung, jedoch nicht, ohne sich für das Gezerre am Laken und die Aussagen, die sie tätigte, zu entschuldigen. Sie wusste, dass sie nur so die volle Aufmerksamkeit meines Freundes bekommen würde. Vermutlich – wohl eher sicher – wusste sie auch, dass dieser Gerhard und mich um unsere Meinung bzw. Wahrnehmung zu diesem Erlebnis bitten würde.

Als ich meinem Freund von dieser Unterhaltung, den Wahrnehmungen und der Entschuldigung berichtete, war für ihn klar, dass er umgehend etwas für das Mädchen tun und das Gewünschte umsetzen würde. Er machte sich sogleich auf den Weg zu seiner Vermieterin, um Räucherstäbchen und Kerzen zu besorgen.
Im Gespräch mit der Vermieterin konnte er in Erfahrung bringen, dass sich dieses Grundstück, auf dem sich sein Haus befindet, bereits seit sehr langer Zeit (Hunderte von Jahren) im Familienbesitz befindet. Ich weiß nicht genau, wie sie „zufällig“ auf das Mädchen zu sprechen kamen, aber die Vermieterin erzählte ihm von einem ganz bestimmten Mädchen (die Tochter des Großvaters vom Großvater), welches vor ca. 100 bis 150 Jahren dort auf diesem Grundstück verstarb (die Kopfverletzung wurde ebenfalls bestätigt) . Beide, mein Freund und die Vermieterin, verspürten während dieses Gesprächs eine starke Energie, die sich in Form von Gänsehaut bemerkbar machte und so ist es ziemlich gewiss, dass beide vom selben Mädchen sprachen.

Ich suchte im Internet noch schnell nach einem Bild der blühenden Pflanze, die mir das Mädchen gezeigt hatte und übermittelte es meinem Freund. Dieser erklärte mir, dass diese in seinem Garten in Thailand wachsen würden, jetzt jedoch noch nicht die Blütezeit wäre und dass diese von den Einheimischen auch „Buddha-Pflanze“ genannt wird.

Im Titelbild könnt ihr sehen, wie mein Freund den Wunsch des Mädchens aus der geistigen Welt umgesetzt hat, wobei er sogar einen kleinen Zweig der Pflanze mit den rosaroten Blüten auftreiben und platzieren konnte. Während er an diesem „Altar“ stand und ich die vor mir stehende Kerze – in Gedanken bei diesem Mädchen – betrachtete, überkam mich ein Gefühl von tiefer Dankbarkeit und das Mädchen zeigte sich mir leicht und beschwingt über eine Wiese hüpfend und zum Abschied fröhlich und strahlend winkend.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es mit diesem beindruckenden Mädchen und deren Geschichte eine besondere Bewandtnis auf sich hat. Anderenfalls hätte sich die Vermieterin nicht sofort an ihre Ahnin, die vor über 100 Jahren verstarb, erinnert. Weiters steht für mich fest, dass in diesem Falle sehr viel Heilung in das Familien- und Ahnensystem fließen durfte.

Gerhard bestätigte im Laufe des Vormittages meine Wahrnehmung und beschrieb das Mädchen auf ähnliche Weise. Noch dazu fiel ihm ein, dass er vor ca. drei Wochen ebenfalls ein nicht zuordenbares Ziehen an seinen Zehen verspürt hatte – die Katzen und die Hunde hielten sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Schlafzimmer auf. Seinem verlässlichen Gefühl nach, war es bereits dieses thailändische Mädchen, das auf sich aufmerksam machen wollte.

Ich denke, die heutige Begebenheit entspricht dem, was man allgemeinhin als „in das Licht schicken“ verstehen würde. Unsere individuellen Wahrnehmungen ergaben zusammengesetzt ein Gesamtbild und ermöglichten es so, diesem wunderbaren Mädchen gemeinsam zu helfen und Heilung in deren Familien- und Ahnensystem zu bringen. Das wunderbare Gefühl von „Alles ist jetzt gut“ konnten sowohl unser Freund, als auch Gerhard und ich wahrnehmen. Das ist einer der Gründe, warum ich meine Arbeit so sehr liebe und jeden Tag dafür dankbar bin, sie machen zu dürfen.

Während ich diese Zeilen schreibe, brennt eine Kerze – zum Gedenken an dieses Mädchen und all meine Ahnen – neben mir und ich verspüre den Wunsch, mich in Zukunft näher mit den Möglichkeiten der Ahnenheilung zu beschäftigen, weil mir heute wieder gezeigt wurde, wie bedeutsam dieses Thema sowohl im menschlichen als auch im feinstofflichen Dasein ist.

Alles Liebe für euch,
Alessa

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